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Überblick zum derzeitigen Immobilienmarkt in Deutschland


Der seit Anfang 2010 andauernde Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland, hält bis heute an. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) veröffentlichte im Oktober 2016 einen Report, welcher den Wohnungsbau in 360 Städten bewertet. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr um 6% gestiegen, im Jahr 2015 lag dieser Wert bei 5%.  
Für das Ansteigen der Immobilienpreise in Deutschland gibt es zwei Gründe.
1. Zieht es immer mehr Menschen in den städtischen Wohnraum, wodurch ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsteht.
2. Die niedrigen Bankzinsen fördern Kapitelströme in den Immobilienmarkt, welche die Preissteigerung nicht stoppen.
Dieser Text wird in 5 Abschnitten die derzeitige Anlageumwelt auf dem deutschen Immobilienmarkt analysieren. 

1. Deutliche Steigerung der Preise für Bestands-Immobilien
In den 14 größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern stiegen die Preise von mittelpreisigen Bestandimmobilien im Vergleich zum Jahr um 9.42%, während der Anstieg im Jahr 2015 nur 7.46% betrug. In Städten mit einer Einwohnerzahl von 250.000-500.000 stieg der Preis um 8,64%, während dies im Jahr 2015 lediglich 5.48% waren. In ländlichen Gebieten mit ca. 50.000 bis 100.000 Einwohnern verlangsamte sich die Preissteigerung, während in anderen Gebieten die Preise stiegen.  

2. Die Top-Ten der städtischen Immobilienpreise
Dies sind die 10 Städte Deutschlands in denen die Preise für Bestandsimmobilien im Jahr 2016 am extremsten anstiegen:Frankfurt (18.92%), Köln (15%), Stuttgart (11.32%), Bremen (10.64%), Essen (10%), Hamburg (8.7%), München (7.69%) Berlin (5.41%), Düsseldorf (3.69%), Dortmund (3.57%).
Frankfurt belegt in dieser Liste den ersten Platz, weil dort die Preise pro Quadratmeter bei 2200 Euro liegen, das ist ein Anstieg von 18.92%. Auf Platz Sieben liegt München mit einem Preisanstieg von 7.69%. Das ist zwar im Vergleich zu Frankfurt nicht so extrem und dennoch im bundesdeutschen Vergleich der höchste Preis, denn ein Quadratmeter kostet dort im Durchschnitt 4200 Euro. Ebenfalls zu erwähnen ist Essen, eine eigentlich nicht sehr große Stadt, mit einem Preisanstieg von 10% und somit zu Recht auf Platz Fünf.  

3. Die Preise für Neubau-Immobilien bleiben stabil
Die Preise für Neubau-Immobilien in Deutschland stiegen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 um ca. 6%. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr 2015 keine große Veränderung. In einigen Städten verlangsamt sich die Preissteigerung für Neubau-Immobilien deutlich. In Städten mit einer Einwohnerzahl von 30.000-50.000 liegt der Anstieg bei 5.54%. Im Jahr 2015 lag dieser Abstieg bei 7.1%. Die Preissteigerung in Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern ist dagegen immer noch deutlich spürbar. 

4. Der Erschwinglichkeitsindex für Wohnraum ist auf einem Rekordniveau
Trotz der erhöhten Immobilienpreise ist der Erschwinglichkeitsindex für Wohnraum (HAI) auf seinem bisher höchsten Niveau. Der Erschwinglichkeitsindex für Wohnraum berechnet anhand von Immobilienpreisen, Löhnen und Bankzinsen, inwieweit es einem durchschnittlichen Haushalt mit mittlerem Einkommen möglich ist eine Immobilie im mittleren Preissegment zu erwerben. Ist der ermittelte Wert kleiner als 100, so wird deutlich, dass eine solche Familie nur sehr günstige Immobilien kaufen könnte; liegt er bei über 100, so geht man davon aus, dass einer solchen Familie auch der Erwerb eines größeren Neubaus möglich wäre.  
Während dieser Index in den vergangenen 10 Jahren immer unter 100 lag, so liegt er im Jahr 2016 bei 143. Das bedeutet, dass die Erschwinglichkeit einer deutschen Familie in Bezug auf die Immobilienpreise deutlich zugenommen hat. Die günstigen Zinsen und relativ starken Lohnerhöhungen haben eine Art Sicherheit gegeben, wodurch trotz der steigenden Immobilienpreise die Möglichkeit für eine normale Familie ein Haus zu kaufen noch nie so gut waren.  

5. Angebot und Nachfrage wirken sich auf die Mieten aus
Trotz dessen, dass die deutsche Wirtschaft durch die Rezession der Eurozone und anderen Faktoren beeinflusst wird, hat sich die Bewertung der drei weltweit wichtigsten Ratingfirmen in Bezug auf ein ideales Umfeld für Investitionen nicht geändert. 43 Mio. Menschen fördern durch Ihre Nachfrage nach Wohnraum nicht nur die Steigerung der Immobilienpreise in Deutschland, sie führen gleichzeitig auch zum weiteren Wachstum des Immobilienmarktes. Denn die Wohnentwicklung ist im Gegensatz zum starken Zulauf in die Städte nicht aktiv. Aufgrund dieser schnellen und immer größer werdenden Nachfrage an Wohnraum und den wachsenden Kosten für Wasser und Gas etc. steigen die deutschen Mietpreise durch viele Faktoren immer weiter.  
Die Bankenzinsen sind niedrig, die Immobilienpreise und Mieten dagegen hoch - ob Kauf oder Investition, zu diesem Zeitpunkt scheint Deutschland immer noch eine relativ stabile Anlagemöglichkeit.

Quelle:
http://ivd.net/preise-fuer-wohneigentum-steigen-staerker-als-in-vorjahren/

 

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