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Vorstellungsgespräch? - Gewusst wie!

von Walter Feichtner

Im Vorstellungsgespräch überzeugen


Die zweite große Hürde im Bewerbungsprozess stellt nach der schriftlichen Bewerbung (heute fast immer per E-Mail) für viele Bewerber das Vorstellungsgespräch dar. Die Einladung zum Gespräch bedeutet eine große Chance, die man unbedingt nutzen sollte.

„Wie vermarkte ich mich richtig?“ „Wie verhalte ich mich bei unangenehmen Fragen und Provokation?“ „Was sollte ich über das Unternehmen  wissen?“- diese und viele weitere Fragen sollte man sich stellen, bevor man den potenziellen Arbeitgeber persönlich im Gespräch kennenlernt.

Nervosität ist nichts Außergewöhnliches, da das Vorstellungsgespräch einen unglaublich wichtigen Bestandteil im Bewerbungsprozess darstellt. Allerdings gibt es keinen Grund zur Aufregung, wenn man sich im Vorfeld intensiv und zielgerichtet vorbereitet. Außerdem sind auch die anderen Kandidaten/innen sicher sehr angespannt.

Beim Gespräch mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber geht es darum, sich überzeugend vorzustellen und einen bleibenden ersten Eindruck zu hinterlassen. Laut Studien zählt, mit einem Anteil von 70%, vor allem die Persönlichkeit des Bewerbers. Von besonderer Bedeutung ist die Fähigkeit, sich und seine Stärken überzeugend und trotzdem natürlich darzustellen.

Vermitteln Sie, wer Sie sind, was Sie wollen und betonen Sie die Kompetenzen, die notwendig sind, um spezifische Aufgaben oder Probleme der Arbeitsstelle lösungsorientiert anzugehen! Sich vorher über das Muster und die Bestandteile eines Bewerbungsgespräches klarzuwerden, hilft dabei, noch souveräner zu wirken. Um perfekt vorbereitet zu sein, ist ein Training im Vorfeld sicher eine gute Option.

Zuerst sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Vorstellungsgespräch häufig einem vorgegeben Muster folgt und aus mehreren Phasen besteht, auf die man sich gezielt vorbereiten bzw. einstellen kann.

Die erste Phase ist die Vorbereitungsphase, die der Bewerber, vor dem persönlichen Kontakt mit dem Arbeitnehmer, durchläuft. Man bereitet sich sowohl inhaltlich, durch Recherche zum Unternehmen, als auch optisch, durch angemessene Kleidung, vor. Ebenso ist es ratsam, sich gute Fragen zum Unternehmen zurechtzulegen, die im Gespräch zeigen, dass man motiviert und interessiert ist.

Im Gespräch geht es weiter mit der Warm-Up-Phase. Man begrüßt sich und startet mit einem Smalltalk, um die Atmosphäre aufzulockern.

Während der Arbeitgeber, im Anschluss das Unternehmen vorstellt, sollte man auf jeden Fall gut zuhören und sich Notizen machen, um gegebenenfalls später darauf zurückzukommen.

Im nächsten Schritt ist der Bewerber an der Reihe, sich vorzustellen und sich durch das Beschränken auf die wichtigsten Qualifikationen und das Hervorheben der bisherigen beruflichen Erfolge in Szene zu setzen. „Prägnant, aber konkret“ ist hier das Stichwort, da zu lange Monologe im schlimmsten Fall den Gesprächspartner langweilen. Es sind nicht nur die Fakten zu Ausbildung und Berufserfahrung, die den Arbeitgeber hier interessieren, sondern auch die Soft Skills, die Arbeitsweise und die persönlichen Interessen des Bewerbers.

In der vertiefenden Phase kommen oft Fragen zu Themen wie Motivation, Ausbildung, familiärem Hintergrund, welche manchmal auch provokativ sein können. Natürlich stellen solche Situationen eine große Herausforderung und den unangenehmsten Teil des Gespräches dar, aber mit der richtigen Vorbereitung auf mögliche Fragen, strahlt der Bewerber Sicherheit aus und kann auch diesen Teil erfolgreich meistern.

Nachdem danach, oftmals im Detail, die Position und das Aufgabengebiet dargestellt werden, hat der Bewerber die Chance, durch geschickte Fragen, beispielsweise zu laufenden Projekten und Fortbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten, sein Interesse am Unternehmen zu bekunden.

Themen wie Arbeitsvertrag und Gehaltsverhandlung sind häufig erst Bestandteil der folgenden Gespräche. Man sollte jedoch beachten, dass man auf Gehaltsfragen den eigenen Marktwert und das Gehaltsgefüge des Unternehmens kennen sollte.

Am Ende eines Vorstellungsgespräches ist eine kurze Zusammenfassung des Besprochenen sehr sinnvoll, um wichtige Rahmenbedingungen und eventuelle Missverständnisse zu klären. Üblich ist es auch, dass man das weitere Vorgehen anspricht, sich für das angenehme Gespräch bedankt und im Idealfall noch einmal Rücksprache, per Mail oder telefonisch, mit dem Hauptansprechpartner hält, um seine Motivation sowie das große Interesse an der Stelle zu zeigen.

Pünktlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Prägnanz und Ehrlichkeit sind also die Schlüsselbegriffe, kombiniert mit Selbstbewusstsein und Natürlichkeit auf dem Weg zu einem erfolgreichen Gespräch.

Die schlimmsten Fehler im Bewerbungsprozess sind lückenhafte und nicht aussagekräftige Lebensläufe, schlechte Bewerbungsfotos sowie beim Gespräch fehlender Blickkontakt und Negativaussagen über den früheren Arbeitgeber.

Zu einem gutem Verlauf eines Vorstellungsgespräches gehört auch die entsprechende Nachbereitung, um sich klarzuwerden, ob der Job für den Bewerber passt bzw. seinen Vorstellungen entspricht. Man möchte im neuen Job zwar gefordert, aber nicht über- oder unterfordert sein.

So kann Ihre berufliche Karriere beginnen. 

Walter Feichtner

Walter Feichtner
Inhaber und Karriereberater

 

 

 

 

 

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